Posts mit dem Label 7 Kapellen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label 7 Kapellen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 19. März 2022

Saisoneröffnung

 


Vor Kurzem habe ich mein Moped aus dem Winterschlaf erweckt und heute habe ich zusammen mit Erich den ersten Ausflug in diesem Jahr gemacht.

Das erste Ziel war die Kapelle von Frank Lattke in Oberbechingen. Es ist eine weitere von den „Sieben Wegkapellen“, die markant in freier Landschaft steht. Die Eckpfosten im Inneren der Kapelle erinnern an ein filigranes Kreuzrippengewölbe. 




Dann ging es weiter nach Gundelfingen zu einer weiteren Kapelle. Entworfen von Hans Engel war sie die erste von den 7 Kapellen, die fertig gestellt wurde und für mich die letzte, also die Siebente, die ich besucht habe.


 

Die Kapelle hat einen quadratischen Grundriss und erinnert an einen kleinen römischen Tempel. 

 


 An den raumhohen Glaswänden entdecke ich verschiedene Sprüche, die zum Nachdenken anregen. 



Aus den Sprüchen der Väter gibt es auch ein Zitat. Obwohl es ca. 2000 Jahre alt ist, ist es aktuell wie nie zuvor:

Auf drei Dinge ist der Bestand der Welt begründet: auf Wahrheit, auf Recht und auf Frieden“ 

Sprüche der Väter 1, 18.

 

Auf dem Rückweg nach Hause kommen wir noch einmal bei alten Bekannten vorbei.

 


 Ich hatte sie bereit im Herbst 2020 besucht. Unterdessen haben sie sogar noch einmal ihren Platz verlassen und sind ein Stück weiter, bzw. zurück gerückt: vgl.:

goodbye Lenin

PS. damals hatten wir eine Inzidenz von 200. Heute beträgt sie in Bayern über 2000. Weltweit sind unterdessen über 6 Millionen Menschen mit oder an Corona gestorben. 



Freitag, 19. November 2021

Wegkapelle Unterliezheim

 


Für ein paar kurze Stunden hat sich heute endlich mal wieder die Sonne gezeigt. Das war für mich der Anlass noch einmal mein Motorrad aus der Garage zu holen, bevor ich es in den Winterschlaf schicke. 

 


Mit langen Unterhosen, zwei Paar Socken und den Heizgriffen auf höchster Stufe schaffte ich es bis Unterliezheim, um eine weitere der 7 Kapellen von der Denzel-Stiftung zu besichtigen.  Es war die Kapelle des Architekten John Pawson, der auch die Morizkirche in Augsburg neu gestaltet hat. 

 


Wer diese gesehen hat, der weiß, dass John Powson die Kunst des Weglassens beherrscht. Die Kapelle in Unterliezheim steht auf einer kleinen Anhöhe und erwächst aus dem Wald, mit dem sie gleichsam symbiotisch verbunden ist und dessen Teil sie bleibt. 

 


Es ist ein Bau aus 40 Douglasien, die wie gestapeltes Holz aufeinander liegen. Diese Stämme wirken monumental und zugleich völlig selbstverständlich und natürlich. 

 Tür, Bank, Fenster, Kreuz: Weniger geht für eine Kapelle nicht, die so mit ihrer Leere zum möglichen Resonanzraum für das Sakrale wird.



PS. Schlagzeilen des Tages: +++ Heute gab es in Deutschland 59.760 Neuinfektionen. +++ Weihnachtsmärkte abgesagt +++ In Landkreisen mit einer Inzidenz über 1000 werde ein Lockdown verhängt +++ "Es ist wirklich absolute Zeit zum Handeln", sagte die Bundeskanzlerin Angela Merkel +++ Auf den Intensivstationen suchen Ärzte händeringend nach leeren Betten +++ in der vierten Welle ist nun die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz (in Bayern zZ. 9,15) der entscheidene Indikator für verschärfte Maßnahmen. (wenn diese > 3 dann gilt die 2G-Regel) +++ Man könnte auch sagen, es gilt jetzt die neue 3G-Regel: geimpft, genesen oder gestorben – das erste G liegt in der Entscheidung jedes Einzelnen ...


 


Sonntag, 17. Oktober 2021

Kapelle in Kesselostheim

 

Fast bis um 3 Uhr nachmittags hat es heute gedauert, bis sich der Nebel aufgelöst hatte und die Sonne zum Vorschein kam. Das war dann das Signal für mich, noch einmal mein Motorrad herauszuholen und eine kleine Runde zu drehen.

Diese führte mich nach Kesselostheim zu einer der Sieben Wegkapellen.



Die Kapelle, die vom Architekten Volker Staab entwurfen wurde, liegt oberhalb des Dorfes an einer Hangkante, von wo man einen weiten Blick in die hügelige Landschaft hätte, wäre da nicht schon wieder der Nebel aufgetaucht.



Die Kapelle hat einen winzigen Grundriss von 4 Quadratmetern und erstreckt sich dann 14 Meter in die Höhe. Der Blick wird förmlich nach oben gezogen und richtet sich über das Kreuz in den offenen Himmel.



Gestern war ich in St. Anton, um französiche Orgelmusik zu hören. Diesmal war es ein Genuss sowohl für die Ohren als auch für die Augen.



Freitag, 14. Mai 2021

blau


So sieht es im Inneren der Kapelle des Architekten Huber bei Emersacker aus:




Der Himmel scheint eingefangen und präsent in dieser kleinen Kapelle. Kein Wunder, dass ich bei meinem ersten Besuch an einem Wochenende dort eine Warte-Schlange vorgefunden hatte.



Schlagzeilen des Tages:

Israel unter Beschuss ++ 2000 Raketen aus Gaza abgefeuert ++ Konflikt eskaliert

++ die 7-Tage-Inzidenz ist deutschlandweit unter 100 gefallen ++ die Bundesregierung hat die generelle Quarantänepflicht bei Einreise aus mehr als 100 Ländern aufgehoben.

Sonntag, 25. April 2021

Sieben Kapellen

 


Vor 14 Tagen war ein großer Artikel in der Tageszeitung, der auf eine Ausstellung im Diözesanmuseum aufmerksam machte. „Spirituelle Landmarken“ hieß es da bezugnehmend auf sieben Kapellen, die alle spektakulär gestaltet und sofort zu Besuchermagneten geworden sind. Das war der Anreiz für den heutigen Motorradausflug.



Ca. 20 km waren es bis zur 1. Kapelle in der Nähe von Emersacker. An einer kleinen Waldlichtung, im engen Tal der natürlich dahinfließenden Laugna, befindet sich die Kapelle, welche vom Architekten Wilhelm Huber konzipiert wurde. Vom Parkplatz war es noch ein kleines Stück zu Fuß. 

 


Da hatten es die Radfahrer besser, denn alle Kapellen sind mit einem Radrundweg verbunden. Da heute seit Langen endlich wieder herrliches Frühlingswetter herrschte, war der Andrang an der Kapelle ziemlich groß, so dass ich beschloss, das Innere ein andermal zu erkunden.

 


An der nächsten Kapelle war der Andrang mindestens genau so groß. Als ich mein Motorrad abstellte, kam ein älterer Mann mit seiner Frau auf dem Weg zur Kapelle an mir vorbei. Er stellte sich kurz vor und drückte mir einen Flyer mit einer kurzen Beschreibung aller Kapellen sowie einer Karte des Sieben-Kapellen-Radweges in die Hand.  

 




Es war Herr Denzel, der Wertinger Unternehmer dem dieses Kapellenprojekt zu verdanken ist. Die Idee des langjährigen schwäbischen Bezirksheimatpfleger Peter Fassel nahm er auf und finanzierte die Kapellen mit der Bedingung, dass sie aus Holz gebaut werden. Namhafte Architekten verwirklichten dieses Projekt in den Jahren von 2018 -2020 und so sind hier sieben spirituelle Wegzeichen mit exzellenter Architektur entstanden. 

 


Bevor sich Herr Denzel verabschiedete, verriet er mir noch eine Abkürzung, wie ich am Besten zur nächsten Kapelle komme. GPS hätte ich ja. So führten mich einsame Feldwege zum nächsten der sieben modernen Wallfahrtsorte.



Die von Alen Jasarevic gestaltete Kapelle befindet sich an einem idyllisch gelegenem Platz direkt an einem kleinen Bach und wird hinterfangen von Donauauwäldern mit Eschen, Eichen und Ahorn. Die Grundidee des Baus bilden zum Gebet gefaltete Hände. Auch hier machten viele Radfahrer Rast, aber es war diesmal keine Warteschlange vor dem Eingang, so dass ich die Kapelle in Ruhe auch von Innen erleben konnte. Eine unendliche Tiefenstruktur die zum Innehalten einlädt eröffnet sich dem Besucher und der Blick führt automatisch nach oben zum Kreuz im Licht.

 


 Für heute standen nur drei Kapellen auf dem Programm, aber nun bin ich schon gespannt auf die vier weiteren (die dann irgendwann hier folgen werden).

PS. Es ist noch Osterzeit und so musste ich auf dem Heimweg noch schnell an diesem Osterbrunnen anhalten, wo mir der Osterhase eine gute Zeit wünschte. :-)

PPS:  Schlagzeile des Tages: „Corona in Indien: Seit Donnerstag (22. April) meldet das Land täglich mehr als 300 000 neue Corona-Infektionen. Am Dienstag (27. April) waren es 323 144 neue Fälle und 2771 Tote. Das Virus verschlingt die Menschen wie ein Monster. Es fehlt an Sauerstoff, Krankenhausbetten, Ärzten und Krematorien. In Indien ist die Corona-Lage völlig entglitten. In sozialen Medien und im Fernsehen bitten verzweifelte Angehörige vor Krankenhäusern um Sauerstoff oder weinen auf der Straße um geliebte Menschen, die beim Warten auf eine Behandlung gestorben sind.“