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Mittwoch, 23. Oktober 2019

Wieder in der Wüste



Hier im Kibbutz Samar waren wir eine Woche zu Gast.




Nach der Landung in Tel Aviv haben wir alle Einreiseformalitäten erledigt und als wir unsere Koffer hatten, fuhren wir mit dem Shuttle-Bus zum alten Terminal 1. Wir hatten Glück und konnten noch auf die frühere Maschine umgebucht werden, da wir zeitig da waren. So erlebten wir den Flug über Israel noch bei Tageslicht, flogen bis zum Roten Meer, drehten über Eilat (Foto oben) und landeten kurz vor Sonnenuntergang auf dem neuen Flughafen von Eilat.


Unsere Freundin Dafna holte uns vom Flughafen ab. Mit ihr verbrachten wir die Tage im Kibbutz, halfen bei verschiedenen Arbeiten mit und hatten genügend Zeit zur Erholung.
  




Bis zum Roten Meer sind es ca. 40 km. Ich bin immer wieder beeindruckt von den bunten Fische hier im Wasser.





Die Doumpalmen in der Nähe vom Kibbutz sind das nördlichste Vorkommen von diesen Bäumen auf der Erde.





Die Wüste hat etwas faszinierendes.





Im November ist es auf dieser Sanddüne von den Temperaturen her gut auszuhalten. 



Trotzdem  war es ziemlich warm an den Füßen, als wir barfuß  vom Gipfel herab durch den Sand gelaufen sind.

Nach einer Woche nahmen wir  wieder Abschied von der Wüste und fuhren mit dem Bus bis nach Beer Schewa und dann weiter mit dem Zug nach Jerusalem.








Donnerstag, 25. Februar 2016

blühende Wüste



Drei Tage in der Wüste ist wie Abtauchen in eine andere Welt.



Am ersten Abend haben wir beim Licht des Vollmondes die Sanddünen von Samar besucht.

Den folgenden Tag waren wir dann mit dem Auto unterwegs, um Dafna zu helfen, Blumensamen für die internationale Samenbank zu sammeln.


Dabei konnten wir erleben, wie traumhaft schön es ist, wenn in der Wüste für eine ganz kurze Zeit, falls es mal geregnet hat, die Blumen blühen.



 Beim Propheten Jesaja heißt es: "Wüste und Öde sollen sich freuen, die Steppe soll jubeln und blühen...



 ... bedeckt mit Blumen soll sie üppig blühen und jubeln, ja jubeln und jauchzen." (Jesaja 35, 1-2)


So sieht es aus, wenn die Prophezeiung war wird.


Am dritten Tag haben wir bei der Gartenarbeit und bei der Errichtung des "Wüsten-Heilkräutergartens" von Samar mitgeholfen.



Der klimatisierte Linienbus Nr. 444 fuhr dann mit uns wieder vier Stunden zurück durch die Wüste, entlang am Toten Meer und dann hinauf nach Jerusalem. 


Der Spaß kostet 70 Shekel, das sind umgerechnet weniger als 20 Euro pro Person, und ist sein Geld wert. 

Donnerstag, 2. Januar 2014

Abschied von der Wüste




Wir haben die Wüste wieder verlassen und sind ca. 200 km nach Norden in Richtung Jerusalem gefahren. Zuvor waren wir noch auf der Sanddüne von Samar und unterwegs stoppten wir kurz vor dem Toten Meer, wo das Wadi Zin aus den Bergen hervorkommt und konnten zuschauen, wie das Wasser über die Straße floss. Ein hier seltenes Schauspiel.




Im Bergland von Judäa blühen bereits die Alpenveilchen und an den Steineichen hängen noch die Eicheln, so dass ich momentan gar nicht weiß, in welcher Jahreszeit ich lebe. Die Rückkehr nach Deutschland wir spannend.






Hier noch die guten Wünsche, die wir heute in Bet Jamal entdeckt haben.





Mittwoch, 1. Januar 2014

Neujahr



 Du, Gott der Anfänge,
segne uns,
wenn wir deinen Ruf hören,
wenn deine Stimme uns lockt
zu Aufbruch und Neubeginn.


Du, Gott der Anfänge,
behüte uns,
wenn wir loslassen und Abschied nehmen,
wenn wir dankbar zurückschauen auf das,
was hinter uns liegt.



Du, Gott der Anfänge,
lass dein Gesicht leuchten über uns,
wenn wir vertrauend
einen neuen Schritt wagen
auf dem Weg unseres Lebens.


Du, Gott der Anfänge,
segne uns.
Amen.
Aus  Irland

Montag, 30. Dezember 2013

Im Krater






Mein Sprachkurs ist vorbei und rückblickend kann ich sagen, es war eine gute Zeit, auch wenn meine Hebräisch-Kenntnisse immer noch auf dem Niveau eines 3-jährigen einheimischen Kindes sind und daran wird sich auch trotz allen Fleißes so schnell nichts ändern :-(  aber es macht mich froh, wenn Leute auf der Straße zu mir sagen. Wow, du sprichst ja hebräisch. :-)  und außerdem wollte ich ja nicht nur die Sprache lernen, sondern auch etwas vom Land sehen (ohne dabei in den Seilen zu hängen wie hier am Kraterrand). 




Wir sind für ein paar Tage noch ein Stück in den Süden gefahren und haben zunächst im Ramon-Krater zum Picknick angehalten. Beeindruckt war ich von den vielen Farben, die der Sand hier hat.




Dieser Krater ist ein Erosionskrater, d.h. das vor vielen, vielen Jahren das ganze Teil hier einfach eingesackt ist. Also keine Angst, es ist kein Bomben- oder Einschusskrater, auch wenn es hier in der Gegend schon manchmal heiß hergeht.



Nur gut dass die Ziele der Panzer von der Straße weg waren, denn ab und an krachte es hier gewaltig, als wir vorbeiflitzten. Aber wir sind unbeschadet davongekommen und haben unterwegs auf dem Weg in Richtung Eilat noch einmal die Aussicht genossen.



Unsere nächste Station ist der Kibbutz Samar, wo es noch etwas unkonventioneller zugeht und wo noch etwas von den ursprünglichen Kibbutz-Idealen übriggeblieben ist. Hier wird auch nichts weggeschmissen, was man noch gebrauchen kann. Alte Autos sind z.B. ein prima Kinderspielzeug.



Bei einer kleinen Wanderung am Abend (wieder mit Sandalen) ;-) konnten wir auch hier den wunderschönen farbigen Sand bewundern.




Sonntag, 29. Dezember 2013

Mamshit




Der Weg nach Mamshit führte zunächst durch den großen Krater (Maktesch Gadol) Vom Kraterrand bietet sich wieder ein wunderbarer Ausblick und die Straße ist ein Traum für Motorradfahrer. Ebenso das Wetter hier im Dezember. 



Ein Rundflug mit dem Zeppelin war leider nicht möglich, hätte aber sicher viel Spaß gemacht. Dieser Zeppelin jedoch kann nur nach oben steigen, wo er dann festgebunden tagelang still in der Luft schwebt und jede Bewegung am Boden registriert, denn hier befindet sich im Inneren der Erde ein kleines Geheimnis, das bewacht werden muss.



Gleich daneben liegt mal wieder eine alte Nabatäerstadt: Mamshit, arab. Kurnub. Der Ort ist strategisch gut gewählt, aber da es hier fast keinen Ackerboden oder Weideland gab, schufen sich die Nabatäer andere ungewöhnliche Einnahmequellen: Sie züchteten Rennpferde (die später als Araber bekannt wurden) und hatten eine Architektenschule.




Die im 4.Jh. erbaute Kirche hat einen einzigartigen Mosaikfußboden mit Darstellungen von Amphoren, Früchten und Pfauen, die als Symbol der Unsterblichkeit gelten.




Die Kirche ist nach ihrem Stifter Nilos benannt und die Inschrift im Boden lautet: „Kyrios, hilf deinem Knecht Nilos, dem Christ-liebenden, der dies gestiftet hat und beschütze sein Haus“.




Neben der Ostkirche, die wahrscheinlich auch als Bischofskirche diente und als Kirche der Heiligen und Martyrer bekannt ist, befindet sich dieses Baptisterium. Es ist ein marmorverkleidetes Taufbecken in der Form eines griechischen Kreuzes. Bei diesen Aussichten spricht doch eigentlich nichts gegen die Taufe, oder?



Gut, dass wir ein Auto hatten, sonst hätten wir auf einemKamel zurück reiten müssen.

Samstag, 28. Dezember 2013

Shivta






Es gibt eine ehemalige Nabatäerstadt, die sich gleich hier in der Nähe befindet, die ich aber bisher immer noch nicht gesehen hatte, da sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen ist, und das ist Shivta. 




Shivta liegt nahe der ägyptischen Grenze und zählte damals zu den wichtigsten Haltestationen für Karawanen. Sie gilt neben Avdat als besterhaltene nabatäische Stadt hier im Negev und zählt daher auch zum UNESCO-Weltkulturerbe. Mit unserem kleinen Toyota war es nur ein Katzensprung dahin, aber dort angekommen, gab es keinen Parkplatz im Schatten; und das Ende Dezember!




Ich war überrascht von der Größe dieser ehemaligen Stadt, von den vielen Häusern und Kirchen die hier mitten in der Wüste gestanden haben. Es ist einfach unglaublich, wie die Nabatäer es verstanden haben, das wenige Wasser, was es hier gibt, aufzufangen und zu nutzen. 




Wenn es hier eine Weinpresse gibt, dann ist das der Beweis, dass sich die damalige Bevölkerung mit dem Anbau von Wein und sicher auch anderen Feldfrüchten den Lebensunterhalt verdiente. Zur Bewässerung der Pflanzen und zur Versorgung der Bewohner mit Trinkwasser war daher ein ausgeklügeltes Wassersystem notwendig, da es keinerlei natürliche Wasservorkommen im Boden gab. So entwickelten die Nabatäer eine Möglichkeit, das Oberflächenwasser zu nutzen und damit auch eine gut durchdachte Stadtplanung, damit kein Wasser verloren geht, sondern am Ende in großen Wasserreservoirs und Zisternen landete, die es hier überall gab.



In Shivta gab es drei Kirchen, die jetzt nach ihrer Lage benannt sind: die Nordkirche, die Südkirche und dazwischen die Zentralkirche. Die prachtvolle, dreischiffige Nordkirche wurde im 5. Jh. errichtet und deren Apsiden sind noch fast vollständig erhalten. Es heißt, dass hier auch einmal ein Säulenheiliger gelebt hat (wo heute nur noch ein Schatten ist).



Die Südkirche stammt aus dem 4.Jh. und ist die älteste Kirche von Shivta. Hier hat bisher noch kein Säulenheiliger gelebt. :-)



 Neben der Südkirche befindet sich ein großes, kreuzförmiges Taufbecken, das aus einem Felsstück gehauen wurde.




Nach dem wir viele alte Steine gesehen hatten, haben wir erst einmal einen Tee getrunken; und zwar im Colt-Haus. Denn die Ausgrabungen, die in den Jahren 1933-35 gemacht wurden, standen unter der Leitung von H.D.Colt, einem Nachkommen des bekannten Revolverfabrikanten.




Zwischen den alten Ruinen der von Shivta spielt heute Nogah, ein kleines Mädchen, welches mich an Momo erinnert hat und das mit seinen Eltern im Colt-Haus wohnt. 




Nogah hat uns dann den Obstgarten gezeigt, wo wie früher das Wasser aufgefangen wird, so dass dort Johannisbrotbäume, Feigen, Oliven, Granatäpfel und andere Bäume wachsen. 




Vom Obstgarten führte der Weg wieder ca. 800 Meter zurück durch die Wüste zum Parkplatz und schaut mal wer sich hier unter den Steinen versteckt hat.




Wir machten uns auf den Heimweg und die Sonne ebenso :-)