Freitag, 19. Februar 2016

Bergland: Judäa - Samaria (Allon Road)


Auf dem Weg nach Bet Schemesch kamen wir an dieser Wiese vorbei, die z.Z. voller blühender, roter Anemonen war.


 Zu dieser Jahreszeit ist es hier traumhaft schön, da alles blüht.


Die Blumenpracht hier ist um ein vielfaches schöner, denn die Blütezeit ist sehr kurz und die meiste Zeit des Jahres gibt es nur trockenes Gestrüpp und Gräser.



Daher machten wir noch eine kleine Wanderung und erfreuten uns an den unzählig vielen kleinen Alpenveilchen, an den roten Anemonen oder an den blauen Iris.






 

Ein paar Tage später sind wir dann auf kleinen und wenig befahrene Allon Road durch das Bergland von Samaria gefahren.




Die Landschaft hier hat noch nichts von ihrer Urspünglichkeit wie vor 2000 Jahren, zur Zeit Jesu eingebüßt.  


Es war eine schöne und angenehme Fahrt, denn Touristen fahren hier nicht entlang und für Einheimische ist diese Gegend angeblich lebensgefährlich, wie hier auf dem Schild steht. 

Wir haben es überlebt ;-) sind aber nicht nach Nablus hinein gefahren, obwohl es dort besonders gutes Olivenöl geben soll.

Auf dem Rückweg fuhren wir zunächst die Maale Ephraim hinauf und hatten dann diesen wunderbaren Ausblick:
 
Dann ging es wieder kurfenreich hinab ins Jordantal. Eine gigantische Gegend und vor allem noch von Touristen verschont.





Donnerstag, 18. Februar 2016

Jerusalem: Grabeskirche



Wider einmal in Jerusalem.


An der 6. Station der via dolorosa in Jerusalem begegneten wir Schwester Roos. Wir nehmen uns Zeit und plauderten über vergangene Tage. Bei einem Tee mit Minze erinnerten wir uns an die Menschen, die wir vor über 20 Jahren hier im Land kennengelernt haben.

Der Weg führte uns weiter zur Grabeskirche. Bevor wir hineingehen sitzen wir davor auf den Stufen, beobachten die Menschen und lauschen dabei dem Gesang des Muezzins.

In die Kirche geht es durch diese Tür und die Schlüsselgewalt für dieses bedeutendste Heiligtum der Christenheit haben seit der Zeit Saladins die muslimischen Familien Joudeh und Nusseibeh.


Hinter dem Heiligen Grab sitzt dieser Mönch gedankenversunken an heiliger Stätte.


Dann stand noch ein Besuch beim Friseur auf dem Programm. Ich habe es überlebt, auch wenn ich hier das Messer schon an der Kehle hatte. :-)


Gefühlt zehn Jahre jünger habe ich den Friseurladen wieder verlassen.Das braucht etwas Mut, aber ich kann es nur weiterempfehlen.





Mittwoch, 17. Februar 2016

Tel Aviv: Rabin-Platz



Ein Ereignis, was sich tief ins kollektive Gedächtnis eingegraben hat, war die Ermordung des israelischen Ministerpräsidenten Yitzchak Rabin im Jahr 1995. Die CD von dem Abschiedskonzert, welches für ihn gespielt wurde höre ich immer wieder gern und sie berührt mich auch heute noch.



 Am Ort seiner Ermordung ist jetzt diese Gedänkstätte und die Basaltseine, auf einem von ihnen steht sein Name, werden symbolisch von dem darunter befindlichen Feuer aufgebrochen und bewegt.



Ermordet wurde Rabin am 4.11. an dieser Stelle nach einer Friedenskundgebung von einem jüdischen Fundamentalisten. Kurz vor den tödlichen Schüssen sagte er in seiner Rede: 
 „Ich möchte gerne jedem einzelnen von Euch danken, der heute hierher gekommen ist, um für Frieden zu demonstrieren und gegen Gewalt. Diese Regierung, der ich gemeinsam mit meinem Freund Shimon Peres das Privileg habe vorzustehen, hat sich entschieden, dem Frieden eine Chance zu geben – einem Frieden, der die meisten Probleme Israels lösen wird. … Der Weg des Friedens ist dem Weg des Krieges vorzuziehen. Ich sage Euch dies als jemand, der 27 Jahre lang ein Mann des Militärs war.“



 
"Schalom Chaver - goodbye my friend"
unter diesem Titel stand sein Abschiedskonzert.






Dienstag, 16. Februar 2016

Tel Aviv: Gordischer Knoten



Am ersten Urlaubstag sind wir nach Tel Aviv gefahren. Es ist die Stadt, die niemals schläft. 


 Dort entdeckte ich diese Skulptur des (Tel Aviver) Künstlers Gidon Graetz. Sie trägt den Titel "Gordischer Knoten" und auf dem Sockel steht: "Meine Religion nach meiner Meinung". 



Ebenso könnte es auch heißen, wenn man es nicht geschrieben sieht, sondern nur hört: "meine Meinung nach meiner Religion". Richtet sich die Meinung nun nach der Religion oder die Religion nach der Meinung? Eine spannende Frage, besonders hier in Israel. Wer den Knoten lösen kann, hat die Antwort. :-)

Die Frau denkt vielleicht gerade darüber nach.

Montag, 15. Februar 2016

Flughafen



(Marc Chagall - Klagemauer)

Ich sitze mal wieder im Flughafen und warte, bis wir Einchecken können. Die Sicherheitskontrollen haben wir bereits hinter uns und heute Nachmittag bin ich mit Monika in Israel. Ich bin selbst gespannt, was wir diesmal alles erleben werden, denn bis jetzt gibt es keinen Plan.


Donnerstag, 4. Februar 2016

frisches Aroma von Nüssen ...


"Whisky ist flüssiger Sonnenschein" G.B.S.







Mit ein paar Freunden habe ich heute versucht, meine Whisky-Bestände zu verringern. Von der Geschmacksrichtung "frisches Aroma von Nüssen, Holz, Vanille und Honig" bis zum "torfigen und robusten mit rauchigem Duft..." Leider ist immer noch etwas übrig bzw. hat sich der Bestand noch vermehrt, so dass so ein Abend unbedingt wiederholt werden muss. Danke an alle, die da waren.


PS: (Zen-Wahrheit vom: 05.02.2016):

Buddha ist dein Geist
und der WEG führt nirgendwohin hin. 
(Ryokan)

Freitag, 25. Dezember 2015

Weihnachtszeit

allen Lesern dieses blogs wünsche ich ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest.

 
"Weihnachtszeit bringt frohe Kunde

allen, die verzweifelt sind.

Weihnachtszeit bringt Licht ins Dunkel

durch ein kleines, Heiliges Kind.





Weihnachtszeit, sie macht uns Hoffnung

erinnert uns an Gottes Gnad.

Weihnachtszeit ein Fest der Liebe

es ging auf, die Göttlich Saat.



Weihnachtszeit will uns befreien

aus den Zwängen dieser Welt.

Weihnachtszeit nimmt Angst und Sorgen

wenn in Gottes Hand dich stellst.





Weihnachtszeit weist hin zum Ursprung

gibt dem Leben Seinen Sinn.

Weihnachtszeit durch Jesus Christus

führt zum Ziel mich sicher hin."



(B. P. Lewicki, 2005)




Samstag, 12. Dezember 2015

Abend

Das ist der Blick am Abend aus meinem Wintergarten:




Heute habe ich nichts gemacht.
Aber viele Dinge geschahen in mir.

Vögel, die es nicht gibt,
fanden ihr Nest.
Schatten, die womöglich da sind,
erreichten ihre Körper.
Worte, die existieren,
erlangten ihre Stille wieder.

Nichts zu tun,
rettet manchmal das Gleichgewicht der Welt,
indem es erreicht, dass auch etwas Gewicht hat
auf der leeren Schale der Waage.

(Roberto Juarroz)

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Chiquita

so hieß meine Katze.
Über 15 Jahre war sie jeden Tag bei mir.
 Wir verstanden uns ohne Worte und oft hat sie mich generft und herumkommandiert: "Hol mir etwas zu fressen!" "Mach mir die Tür auf!" "Streichle mich!" "Ich will lieber das andere Futter!" "Geh mit mir spatzieren" "Komm hierher!" u.s.w. 

 Chiquita
Heute früh ist sie gestorben. 
Ihr Platz ist nun für immer leer. 
Wir haben sie dort begraben, wo sie gern herumgestreift ist.
Ich werde sie vermissen und warte nun vergebens dass sie mir entgegenkommt, wenn ich die Wohnungstüre öffne.

PS:  Zen-Wahrheit vom 04.12.2015
"Beschäftigt mit weltlichen Dingen, denkst du nicht an das Nahen des Todes;
geschwind aber kommt er wie der Donner, der um dich wütet und tobt." (Milarepa)



Freitag, 27. November 2015

meditation in weiss



heute möchte ich Euch auf ein interessantes Projekt vor meiner Haustüre hinweisen:

Zwei junge Künstler aus Frankreich haben die Moritzkirche in Augsburg entdeckt und da sie von der Architektur total begeistert waren, wollen sie hierfür Musik komponieren und mit Bildern der Kirche in einen kurzen Film bringen.

Das Projekt heißt Meditation in Weiss und hier findet Ihr weitere Infos :  Meditation in Weiss

Sonntag, 22. November 2015

Dietfurt


Ich habe mir wieder einmal eine Woche Auszeit gegönnt und in Dietfurt einen Meditationskurs besucht. Und was habe ich dabei gelernt? 
„Hast du die Lehre der Buddhas erfasst,
wirst du erkennen: Du hast nichts gelernt!“ (Bankei)



„Das wahre Wunder besteht nicht darin, in der Luft zu schweben oder auf dem Wasser zu wandern, sondern darin, auf der Erde zu gehen.“ (Lin-chi) 



„Der alltäglich Geist ist der Weg.“, so lautet der Spruch von Yamada Koun Roshi, der hier (von ihm selbst geschrieben) über der Tür steht. Und die Uhr im Speisesaal hat auch eine Botschaft:
 

Sonntag, 8. November 2015

family & friends day


Über den Wolken
muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
alle Ängste, alle Sorgen
sagt man
blieben darunter verborgen
und dann
würde was uns groß und wichtig erscheint
plötzlich nichtig und klein. (R.Mey)





PS.: Wenn ihr frei sein wollt, erkennt eurer wahres Selbst. Es hat keine Form, keine Erscheinung, keine Wurzel, keine Grundlage, keinen Ort, aber es ist munter und voller Leben. Es reagiert flink und gewandt, doch wo es wirkt, ist nicht zu sagen - sucht ihr es, so entfernt ihr euch vom ihm, wollt ihr es erlangen, so wendet ihr euch nur immer mehr von ihm ab. (Linji)