Sonntag, 17. Oktober 2021

Kapelle in Kesselostheim

 

Fast bis um 3 Uhr nachmittags hat es heute gedauert, bis sich der Nebel aufgelöst hatte und die Sonne zum Vorschein kam. Das war dann das Signal für mich, noch einmal mein Motorrad herauszuholen und eine kleine Runde zu drehen.

Diese führte mich nach Kesselostheim zu einer der Sieben Wegkapellen.



Die Kapelle, die vom Architekten Volker Staab entwurfen wurde, liegt oberhalb des Dorfes an einer Hangkante, von wo man einen weiten Blick in die hügelige Landschaft hätte, wäre da nicht schon wieder der Nebel aufgetaucht.



Die Kapelle hat einen winzigen Grundriss von 4 Quadratmetern und erstreckt sich dann 14 Meter in die Höhe. Der Blick wird förmlich nach oben gezogen und richtet sich über das Kreuz in den offenen Himmel.



Gestern war ich in St. Anton, um französiche Orgelmusik zu hören. Diesmal war es ein Genuss sowohl für die Ohren als auch für die Augen.



Sonntag, 10. Oktober 2021

Maria im Spindeltal

 



Gestern war ich zur Geburtstagsfeier von Wolfgang in Bayreuth eingeladen. 
Das Wetter war schön und so packte ich meine Sachen in die Motorradkoffer. 
Im Navi stellte ich die Zieladresse ein und drückte auf „schöne Strecke fahren“. 
Das dauert zwar etwas länger, bis ich das Ziel erreiche, dafür nutze ich aber 
nur kleine Sträßchen und mir begegnen kaum Autos, sondern mehr Fahrräder. 
Außerdem ist die Erlebnisdichte umgekehrt proportional zur Reisegeschwindigkeit. 
 

Ich war immer wieder überrascht von der schönen Gegend, die schon vor der 
Haustür beginnt, wenn man einmal die gewohnten Pfade verlässt. So entdeckte ich
 die Ruinenkirche „Maria im Spindeltal“ und dachte mir, da muss ich irgendwann 
nochmal hin. 
 

Da ich aber kaum eine Stunde unterwegs war, verkniff ich mir einen 
Stopp. Der größte Teil des Weges lag ja noch vor mir.

Statt auf der Autobahn entlang, ging es diesmal öfter darunter hindurch oder 
daneben entlang bzw. darüber hinweg.

Am Abend gab es dann ein Wiedersehen mit alten Studienfreunden. Auf dem Rückweg versuchte ich es zunächst selbst, dem Navi die nächsten 
Zielorte vorzusagen, aber da ich dann plötzlich mit vielen Autos unterwegs war, 
wählte ich wieder die Option „eine spannende Tour fahren“ und schon war ich 
wieder allein unterwegs. 
 

Einmal ging es dabei sogar auf 5 Kilometern Schotterpiste 
durch den Wald.  Viele schöne Orte habe ich entdeckt und kurz vor der bekannten 
Straßen der heimatlichen Gegend tauchte ein Hinweisschild zu „Maria im Spindeltal“ 
auf. 
 

Diesmal dachte ich, das passt; kehrte wieder um, da ich schon an dem Schild 
vorbei gefahren war und machte noch einen kleinen Umweg zu dieser Ruinenkirche, 
die ich unbedingt besuchen wollte. 

Ich war überrascht, denn sie war nicht nur geöffnet, sondern es waren auch Leute da. 
Nicht nur, um einen Ausflug in der ruhigen Gegend zu machen, sondern auch, um ihre 
Sorgen und Probleme Maria anzuvertrauen. So zündete auch ich eine Kerze an im 
Vertrauen auf das Gebet, welches ich dort fand:

Du liebe Mutter vom Spindeltal, erteil uns deinen Segen. Lass Freude walten überall, sei unser Trost im Leben. So manchen Mensch blickt auf zu dir, mit Sorg und Leid beladen. Und sucht er Trost bei Dir, lässt du ihn nicht verzagen.
Und sollt ich einmal tragen, an einer schweren Last. Gedenk ich deiner Gnaden, die du gespendet hast.

Mittwoch, 29. September 2021

Kloster Neustift

 


Heute feiern wir wieder das Fest des Hl. Michael und heute ist er mir an der Engelsburg im Kloster Neustift begegnet.


 Seit einigen Jahren fahren ein paar Lehrer von der Schule an der ich auch einmal unterrichtet habe, zum Törgelen nach Südtirol. Gestern sind wir mit der Bergbahn hinauf zur Plose gefahren und von dort den Brixener Höhenwanderweg zur Ochsenalm und zurück gewandert. 

 


Hinab bin ich dann mit 4 anderen Wagemutigen nicht in der Seilbahn, sondern in einer Art BobbyCar für Erwachsene gefahren. Es waren 1000 Höhenmeter hinab, die wir in 20 Minuten zurücklegten. Hat total Spaß gemacht.


Ein paar Tage zuvor habe ich den Erzengel in der Kirche von Ottmaring entdeckt:

 


Einmal am Hochaltar und dann auch auf dem Deckengemälde.


 

Sonntag, 26. September 2021

7000 Eichen

 



Stadtverwaldung statt Stadtverwaltung 

ist ein Landschaftskunstwerk von Josef Beuys. Ich bin vergangenes Wochenende zufällig darauf gestoßen, als wir zu Besuch bei meinem Schwager in Kassel waren (Er ist an Stirnhöhlenkrebs erkrankt und liegt derzeit dort im Krankenhaus). 

 


Bei einem kurzen Einkaufsstopp entdeckte ich einen Basaltsein neben einer Eiche am Straßenrand und dieser verriet mir die Herkunft der Eiche:



Beuys pflanzte seit 1982 mit der Hilfe von freiwilligen Helfern im Verlauf mehrerer Jahre 7000 Bäume zusammen mit jeweils einem begleitenden Basaltstein an unterschiedlichen Standorten in Kassel. Das Projekt war im Hinblick auf die allgemeine Verstädterung eine umfangreiche künstlerische und ökologische Intervention mit dem Ziel, den urbanen Lebensraum nachhaltig zu verändern. (vgl. Wikipedia)

Nach dem Einkaufsstopp fuhren wir auf die Wilhelmshöhe mit diesem tollen Ausblick:






Samstag, 11. September 2021

Michael auf Thassos

Unseren Sommerurlaub verbrachten wir diesmal 10 Tage lang zusammen mit 2 weiteren befreundeten Paaren auf der Insel Thassos, dem „Smaragd der Ägäis“ in Griechenland, wo wir uns gut erholten.



Hier begegnete mir zweimal der Erzengel Michael: Einmal in dem kleinen Kloster Panagouda, welches von einem einzigen Mönch bewohnt wird. 


 

Diese Kirche ist im Inneren mit wunderschönen Fresken ausgemalt, unter anderem mit diesem Fresko des Erzengels.




Das zweite Mal ist mir der Erzengel im gleichnamigen Nonnenkloster begegnen, welches festungsartig hoch über einem Steilhang direkt am Meer liegt. 

 


Das Kloster wird von ca. 30 Nonnen bewohnt und nur ein kleiner Teil der Anlage ist für die Besucher zugänglich. Von der Terrasse hat man einen geradezu grandiosen Ausblick, bei schönem Wetter sogar bis zum Athos.


 

Über dem Torbogen des Eingangs wacht der Erzengel mit seinem Schwert.


 

In einem kleinen, verschlossenen Raum hingen neben dem Bild es Erzengels mehrere Schwerter. Es hätte mich interessiert, ob diese Schwerter als Votivgaben zum Dank für gewonnene Schlachten hierher gebracht worden, so wie die vielen Votivtafeln in anderen Wallfahrtsorten. Getreu dem Motto: Diese Schlacht (vielleicht auch gegen den inneren Schweinehund) habe ich mit Hilfe des Erzengel Michael gewonnen und stifte ihm nun zum Dank dieses Schwert.

 


Etwas südlich vom Kloster befindet sich ein ganz besonderer Badeplatz der Insel. 

 


Es ist das Naturschwimmbecken Giola, eine Vertiefung im Felsen, die vom Wasser der Brandung gespeist wird, viele Touristen anzieht und „Auge des Zeus“ genannt wird.


 

Diese einzelne Sonnenblume stand direkt am Strand hinter den Liegestühlen. Entdeckt hat sie Monika beim Spaziergang am Morgen, bevor der Strand von den Touristen bevölkert wurde.






Sonntag, 8. August 2021

Friedenstafel

 

 



Auch in diesem Jahr konnte die Friedenstafel zum Augsburger Friedensfest coronabedingt nicht auf dem Rathausplatz stattfinden. Um so schöner war es, sich im Freundeskreis wieder im Wittelsbacher Park zu einem gemeinsamen Picknick zu treffen. 

Und da wir die Einzigen auf der großen Wiese waren, haben wir es in diesem Jahr sogar in die Zeitung geschafft.


 


Sonntag, 1. August 2021

Monte Scherbelino

 



Auch in Augsburg kann man eine Bergtour machen. Nämlich 55 Meter hinauf auf die ehemalige Mülldeponie.

Mit Schutt aus dem Zweiten Weltkrieg nahm die Deponie ihren Anfang und bis 1994 wanderte der Hausmüll der Augsburger hierher. Jetzt können die Augsburger auf ihrem ehemaligen Müll spazieren gehen, denn über dem Müll befindet sich eine über zwei Meter dicke Schicht aus Lehm, Folien, Kies und Erde. Daher können hier nun Bäume und Gräser wachsen und so wurde aus der ehemaligen Deponie ein durchaus schönes Ausflugsziel auf dem sogar ein Gipfelkreuz steht.


 

Mittwoch, 28. Juli 2021

Mural „Eine Hand für_sorgt die andere!“

 


Seit heute gibt es an meiner Straßenbahnhaltestelle eine neue große Wandmalerei, d.h. ein sogenanntes Mural. Dieses ist im Zuge des Augsburger Friedensfestes entstanden, welches in diesem Jahr unter dem Thema „Für Sorge“ steht. Gemalt hat es der Graffiti-Künstler Daniel Döbner, der sich hier bildhaft mit der verbindenden Kraft der Fürsorge auseinandersetzt.


Der Kreis aus Händen an der Hauswand steht als ein Symbol für den stets wiederkehrenden Zyklus der Fürsorge von Generation zu Generation und über Grenzen und Nationen hinaus. Hände tragen, stützen, retten, beruhigen, leiten, wärmen, wehren, teilen und gestikulieren. Sie sind ein Symbol für unermessliche Vielfalt! Ohne sie wäre Fürsorge nicht möglich.

Sonntag, 25. Juli 2021

Erfurt

 


Momentan lohnt es sich gleich 2x nach Erfurt zu fahren. Zum Ersten, da derzeit die Bundesgartenschau einlädt, eine wundervolle Blütenpracht zu bestaunen.




Leider war die Zeit für mich dazu zu kurz, so dass ich hoffe, bis zum Herbst noch einmal dahin zu reisen.



Der zweite und eigentliche Grund unseres Besuches waren wieder die Domstufenfestspiele. Vor der beeindruckenden Kulisse des Erfurter Domes haben wir dieses Jahr „Die Jungfrau von Orleans“ von P. Tschaikowski gesehen.



Die Bühne war diesmal eine einfach aber geniale Kopie der Domstufen, die in den Himmel hinaufgebogen waren und so eine Trennung zwischen der himmlischen und der irdischen Welt darstellten. Nur der Chor der Engel konnte durch 3 Türen von der einen zur anderen Seite gelangen.


Bevor die heilige Johanna im Kampf auf ihren Widersacher traf (in den sie sich verliebt) leuchteten die Domstufen in den Farben der Regenbogenflagge – ein kurzer Hinweis auf die Homosexualität des Komponisten. Auf der Bühne stehen sich dann zwei Krieger gegenüber. Dass einer eine Frau ist wird erst deutlich, als er seinen Helm abnimmt…



In der heutigen Zeit ist das nicht mehr das Problem, da kann es auch vorkommen, dass sich zwei (Erfurter) Polizisten mögen.

 


Beeindruckend war die Schlussszene, in der Johanna auf dem Scheiterhaufen stirbt. Die Feuerflammen wurden durch den Schriftzug „Johanna“ versinnbildlicht, der sich in verschiedenen Sprachen immer mehr ausbreitete und vervielfältigte, bis die gesamte Kulisse loderte.




Freitag, 9. Juli 2021

Glasarche

 




Vor dem Augsburger Dom ist momentan ein Boot gestrandet. Es ist die „Glasarche 3“, die durch Deutschland tourt und schon an vielen anderen Standorten Halt gemacht hat. Sie ist ein Kunst- und Kommunikationsobjekt und reist durch Deutschland, um die Botschaft zu verkünden, dass der Natur- und Kulturschutz in unseren Händen liegt:



Ein gläsernes Boot, eine Arche, die uns die Zerbrechlichkeit der Natur bewusstmachen will und uns gleichzeitig daran erinnert, dass wir ja alle in einem Boot sitzen.



Nachdem die biblische Arche gestrandet war, setzte Gott seinen Bogen in die Wolken als Zeichen seines Bundes mit uns Menschen und dieser Bogen zeigte sich heute am Abend kurz wieder. :-)

Steht der Bogen in den Wolken, so werde ich auf ihn sehen und des ewigen Bundes gedenken zwischen Gott und allen lebenden Wesen, allen Wesen aus Fleisch auf der Erde.“ Gen. 9,16

 

hier weitere Infos zur glasarche 



PS. Schlagzeile des Tages: Politiker diskutieren über Strafen für „Impfschwänzer“. Wenn Menschen zu ihren Impfterminen nicht erscheinen, kann es sein, dass der Impfstoff schließlich im Müll landet. Einige Politiker fordern daher Geldbußen für "Impfschwänzer".