Mittwoch, 23. Oktober 2019

Wieder in der Wüste



Hier im Kibbutz Samar waren wir eine Woche zu Gast.




Nach der Landung in Tel Aviv haben wir alle Einreiseformalitäten erledigt und als wir unsere Koffer hatten, fuhren wir mit dem Shuttle-Bus zum alten Terminal 1. Wir hatten Glück und konnten noch auf die frühere Maschine umgebucht werden, da wir zeitig da waren. So erlebten wir den Flug über Israel noch bei Tageslicht, flogen bis zum Roten Meer, drehten über Eilat (Foto oben) und landeten kurz vor Sonnenuntergang auf dem neuen Flughafen von Eilat.


Unsere Freundin Dafna holte uns vom Flughafen ab. Mit ihr verbrachten wir die Tage im Kibbutz, halfen bei verschiedenen Arbeiten mit und hatten genügend Zeit zur Erholung.
  




Bis zum Roten Meer sind es ca. 40 km. Ich bin immer wieder beeindruckt von den bunten Fische hier im Wasser.





Die Doumpalmen in der Nähe vom Kibbutz sind das nördlichste Vorkommen von diesen Bäumen auf der Erde.





Die Wüste hat etwas faszinierendes.





Im November ist es auf dieser Sanddüne von den Temperaturen her gut auszuhalten. 



Trotzdem  war es ziemlich warm an den Füßen, als wir barfuß  vom Gipfel herab durch den Sand gelaufen sind.

Nach einer Woche nahmen wir  wieder Abschied von der Wüste und fuhren mit dem Bus bis nach Beer Schewa und dann weiter mit dem Zug nach Jerusalem.








Montag, 21. Oktober 2019

Maria Rast






Letzte Woche hatte ich mal wieder eine Konferenz in Straubing und da das Wetter schön war, konnte ich mit dem Motorrad dahin fahren. 
Auf dem Rückweg überließ ich dem Navi die Streckenauswahl und es führte mich an dieser kleinen Kapelle vorbei. 
"Maria Rast" so stand über der Tür und wer nicht unbedingt bei oder mit Maria rasten möchte für den habe ich einen Spruch von John Steinbeck gefunden:

"Die Kunst des Ausruhens ist ein Teil der Kunst des Arbeitens." ;-) 

Sonntag, 25. August 2019

Erfurt


Seit einigen Jahren hat die Figur auf diesem Brunnen in Erfurt eine Rose in der Hand und das Gedicht von sor Juana Inés de la Cruz passt dazu:

„Rose, die rot auf dem Anger
stolz du dich spreizest
gebadet in Purpur und Karmesin:
Prunke üppig und duftend.
Doch nein, denn schön seiend
wirst du bald unglücklich sein.“

Diese Zeilen stellt Umberto Eco seiner Nachschrift zum „Namen der Rose“ vorweg. 




Seinen Roman gibt es seit diesem Jahr auch in einer Musical-Fassung, die auf einer der schönsten Freilichtbühnen der Welt gespielt wird und wir haben sie gesehen. Nämlich in Erfurt vor der atemberaubenden Kulisse des Mariendoms mit den 70 Stufen zum Domberg, die für einige Tage zur Musicalbühne verwandelt werden.



Das Bühnenbild ist beeindruckend. Wer genau hinschaut, erkennt darin eine Ikone von Christus als Weltenherrscher (Pantokrator), die in viele Einzelteile zerbrochen ist. Sie erinnert an die Offenbarung des Johannes, wo es heißt: „Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!“ 



Diese Hoffnung bleibt bestehen, auch wenn am Ende des Stückes alles zerstört ist, nachdem die Abtei drei Tage gebrannt hat. „Die Rose von einst steht nur noch als Name, uns bleiben nur nackte Namen.“, so endet das Werk. 




Es war eine sehenswerte Aufführung und eine gelungene Musical-Interpetation, die es hier an 15  Abenden zu sehen gab. "Stat rosa pristina nomine, nomina nuda tenemus." so sang es der Mönchs-chor zum Schluss.

Montag, 15. Juli 2019

Paris


Letzte Woche war ich mit Monika drei Tage in Paris. Es war eine Pilgertour, zu der uns der Onkel von Freunden mitgenommen hatte. Dieser ist Vinzentinerpater und daher war das Ziel unserer Reise das Grab des Heiligen Vinzenz von Paul und die Kirche in der rue de bac, wo der Vinzentinerin Katharina Laboure die Gottesmutter erschienen ist. 


Diese Kapelle "Unsere liebe Frau von der Wundertätigen Medaille" besuchten wir am ersten Tag. Der Stuhl, auf dem die Gottesmutter gesessen hat, als sie in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 1830 der Schwester Katharina erschienen ist, ist noch erhalten. 


Auf die Vision der Katharina hin wurde eine kleine Medaille geprägt, die von tausenden Menschen getragen wird. Es ist keine Medaille, die Wunder bewirkt, aber die Menschen, die sie tragen, erinnern sich daran, dass es immer und jederzeit möglich ist, auf die Hilfe der Gottesmutter zu vertrauen und sie auch um ihre Hilfe anzurufen.


Anschließend machten wir eine Schifffahrt auf der Seine, und hatten dann Zeit für ein Picknick unter dem Eiffelturm. Danach fuhr ich zusammen mit einigen anderen aus der Gruppe  zur Sainte-Chapelle. 



Diese Kirche wurde 1248 auf Wunsch des Königs Ludwig IX  gebaut, um die Dornenkrone Christi und andere Passionsreliquien dort aufzubewahren. Die gigantischen Glasfenster in der oberen Kapelle vermitteln das Gefühl, bereits im Himmlischen Jerusalem angekommen zu sein. Auf 15 großen Glasfenstern wird in 1113 Szenen die Geschichte der Menschheit von der Schöpfung bis zur Auferstehung Christi geschildert.



Dann fuhren wir noch nach Montmartre, warfen einen Blick in die Kirche Sacre Coeur und genossen den Ausblick über die Stadt, wie es wohl auch viele Verliebte tun. 




Vorhängeschlösser gibt es daher jederzeit bei den fliegenden Händlern zu kaufen.






Am nächsten Tag feierten wir den Gottesdienst am Grab des Heiligen Vinzenz.




Anschließend erkundeten wir Paris mit unserem Reisebus, fuhren x-mal über die Seine und auch einmal durch den Louvre.



Picknick war diesmal im Jardin du Luxembourg. Dort musste unser Busfahrer über 100,- Euro zahlen, damit er eine Stunde stehenbleiben konnte. Anschließend brachte er uns zum Tour Monparnasse, wo wir in 38 Sekunden bis zum 53. Stockwerk fuhren und dann noch ein paar Stufen bis aufs Dach in 210 Meter Höhe stiegen. Dort hatten wir diesen Ausblick über Paris.





Dann fuhren wir zum Pantheon und schauten und die Kirche St.Etienne mit dem beeindruckenden Lettner an. 




Bevor wir uns dann einen Döner o.ä. zum Abendessen gönnten, warfen wir noch einen Blick in die Kirche St. Severin.




Von der Station St. Michael ging es wieder zurück ins Hotel.





Unsere Reisegruppe startete am Sonntag früh mit dem Bus wieder zurück in Richtung Eichsfeld bzw. Lippstadt. Da wir erst am Nachmittag mit dem TGV zurück nach Augsburg aufbrachen, hatten wir noch Zeit, nach St. Denise zu fahren, um uns die dortige Kathedrale anzuschauen.




Es waren drei volle Tage mit unzähligen Eindrücken und mir wurde klar, da muss ich noch mal hin. Von Augsburg sind es mit dem Zug nur 5 Stunden bis Paris.










 

Sonntag, 30. Juni 2019

Urlaubstag am Bodensee



Wir haben einen Urlaubstag am See geschenkt bekommen. Bei herrlichstem Wetter, strahlend blauem Himmel und fast schon tropischen Temperaturen waren wir zusammen mit ca. 70 weiteren Personen Gäste von Karin und Meinrad zu ihrer Silberhochzeit.


Mit den Beiden haben wir einige Gemeinsamkeiten und so war es eine Freude, ihrem Fest beizuwohnen wo es hieß:
„Nach 25 Jahren, da fängt die Ehe an! 
Nach 25 Jahren, da hat man Spaß daran. 
Nach 25 Jahren, da kommt man erst in Schuss! 
Nach 25 - ist noch lange nicht Schluss.“


Sonntag, 26. Mai 2019

Mainz


 

In der vergangenen Woche hatte ich während einer Tagung in Mainz die Gelegenheit, dort ein paar spirituelle Orte zu finden.


Diese Kirchentür führt nicht in den Dom, sondern ist der Eingang in die Stephanskirche, welche für ihre Kirchenfenster berühmt ist. Marc Chagall fertigte die Fenster in den Jahren 1978 – 1985.



Der Erbacher Hof, in dem wir übernachteten und tagten, liegt direkt neben dem Dom, der in seinem Inneren sehr dunkel und für mich auf den ersten Blick wenig ansprechend ist.




Die Krypta unter dem Ostchor war leider verschlossen, dafür ist die Gotthard-Kapelle geöffnet und lädt die Besucher zum Gebet in Stille ein.


Wer der Mann ist, der leider etwas kopflos ist, habe ich nicht herausfinden können.


Während unserer Tagung waren wir auch Gast beim ZDF, was in vielerlei Hinsicht beeindruckend war. ;-)


Sonntag, 5. Mai 2019

Dresden Hofkirche


 

Am 1.Mai habe ich meine Eltern in Radeberg besucht und am 2.5. waren wir im wunderschönen „Elbflorenz“. Wir bummelten durch den Zwinger und dann vorbei an der Semperoper zur Hofkirche. 
 
In einer hinteren Seitenkapelle befindet sich dort die Gedächtniskapelle, die den Opfern der Zerstörung Dresdens am 13. Februar 1945 gewidmet ist. An diesem Tag fanden ca. 25 000 Menschen bei zwei schrecklichen Luftangriffen in den Flammen und unter den Trümmern den Tod.


Der Dresdner Bildhauer Friedrich Press (1904-1990) schuf mit der Schmerzensmutter aus Meißner Porzellan, die ihren toten Sohn auf den Schoß hält, ein beeindruckendes Mahnmal für das millionenfache Leid.
Der damalige Probst der Hofkirche, der ebenfalls in der Nacht während des 2.Angriffs auf Dresden umgekommen ist, schrieb am Vortag folgendes Gebet: 
 
„Du … verborgener Gott, schau auf uns in Deiner Barmherzigkeit und auf all die Not unseres Vaterlandes und aller Völker, auf den Kummer und das Elend der Familien, der Jugend und der Kinder. Gib Frieden unseren Tagen und erhöre unser Flehen. ...



Verzeih allen, uns uns und den anderen, die die Not der Zeit heraufbeschworen haben. Verzeih auch denen, die Dich hassen und verfolgen. … Lass sie alle das Elend und ihre Schuld erkennen und für die Ewigkeit nicht verloren gehen. Darum bitten wir Dich, o Herr. Gib Frieden unseren Tagen, allen Völkern und jedem einzelnen von uns. …“




Sonntag, 21. April 2019

Osterbrunnen



Die Motorradsaison ist eröffnet.
Am Karsamstag war ich mit Freunden per Moped zu einer „Osterbrunnentour“ unterwegs. 



Der erste Osterbrunnen begegnete uns an der Wallfahrtskirche Maria Vesperbild. Bei schönstem Wetter ging es weiter nach Lauingen, um dem angeblich größten Osterbrunnen einen Besuch abzustatten. 


Wer genau hinschaut, entdeckt, dass die überdimensionalen Eier hier schon etwas älter sind. Wahrscheinlich braucht es wohl etwas länger, bis sie ausgebrütet sind.
Oder anders gesagt, es ist gar nicht so einfach, die Schale zu knacken, um an den wahren Kern der Osterbotschaft zu gelangen. :-) 




Ich wünsche Euch frohe und gesegnete Ostertage !