Sonntag, 12. Januar 2025

Rundbrief 2024

Jahresrundbrief 2024

Liebe Freunde und Bekannte,


ermutigt und angeregt dadurch, dass mir einige (wenige) Freunde ihren Jahresrückblick geschickt haben, will ich es denn hiermit auch tun, denn ich finde es toll, am Leben anderer lieber Menschen Anteil zu nehmen.

Das Jahr 2024 war im Rückblick doch ziemlich ereignisreich für mich:

Als erstes möchte ich hier den Tod meinesVaters erwähnen, der am 28.Oktober 2024 friedlich eingeschlafen ist. Kurz nachdem er seinen letzten Atemzug gemacht hatte, durfte ich zusammen mit meiner Mutter in seiner Todesstunde bei ihm sein.

Der Herr schenke ihm die ewige Ruhe und vergilt ihm, was er alles für uns an Gutem getan hat.


Neun Monate war er im Pflegeheim, nachdem er kurz nach seinem 90.Geburtstag ins Krankenhaus gekommen war. Von dort kehrte er nie wieder nach Hause zurück. So hatten wir neun Monate Zeit, von ihm Abschied zu nehmen. Beerdigt haben wir ihn dann am 8.11.2024 in Radeberg.


Das zweite prägende Ereignis war der Tag X, auf den ich seit Monatengewartet habe und der sich vier Tage vor dem Tod meines Vaters ereignete: Die Staatsanwaltschaft marschierte in die JVA Gablingen ein, da das menschenverachtende Handeln der stellvertretenden Leiterin, einer 37 Jahre jungen Juristin, die ihren Namen derzeit nirgendwo lesen möchte, alle Grenzen schon lange und sehr weit überschritten hat.

Leider im Mitwissen und mit der Rückendeckung im zuständigen Ministerium. Eine Rückendeckung, die wir Seelsorger in diesem Skandalgefängnis vergebens bei der Kirchenleitung gesucht haben. Unser evangelischer Kollege, Pfarrer Peter Trapp hat seine Stelle verloren und viele andere Kollegen haben das Weite gesucht, bevor sie krank werden, bzw. sie sind es geworden.


In Zeiten globalen Betrugs gilt es als revolutionäre Tat,
wenn man die Wahrheit sagt.
(Georg Orwell)


Gott sei Dank hält uns die Presse auf dem Laufenden:

Skandal in JVA Gablingen

Immer wieder war es für mich daher lebensnotwendig, Abstand zu der „Hölle des Südens“ zu bekommen. So entschloss ich mich im Frühjahr kurzerhand, zum 50-jährigen Jubiläum des Studienjahres, (an dem ich vor 30 Jahren teilgenommen hatte) nach Jerusalem zu fliegen. Vor 179 Tagen hatte der Gaza-Krieg mit dem brutalen Überfall auf Israel begonnen und seitdem sind viele Geiseln in der Hand der Hamas. Aber Gaza ist ja von Jerusalem ein paar Kilometer entfernt und die Raketen aus dem Iran, die bereits erwartet wurden, kamen erst nachdem ich schon wieder eine Woche in Deutschland zurück war.


Die Zeit in Israel war trotz allem beeindruckend. Zuerst natürlich durch die Feierlichkeiten auf dem Zion und das Wiedersehen mit ehemaligen Studenten und dann dadurch, fast der einzige Tourist in diesem Land zu sein. D.h. kein Anstehen und Warten an den vielen Sehenswürdigkeiten und Heiligen Stätten.


An dieser Stelle möchte ich die Worte des deutschen Botschafters Steffen Seibert aus dem Grußwort zur Festveranstaltung erwähnen, der sagt, dass „unsere Welt an Gewalt und Rassismus, Intoleranz und Dialogverweigerung leidet. Dem müssen wir uns entgegenstellen, in dem wir für gemeinsame Werte wie Respekt und Vertrauen werben.“ Die politische Situation ist nach wie vor komplex. In Schablonen wie „gut“ und „böse“ zu denken, spiegelt die Realität nicht annähernd wieder.


(ein paar Bilder der Israel-Reise gibt es im fast einzigen Blogbeitrag von 2024:

Michael in Israel


Im Januar mussten wir Abschied von unserem Toyota Prius nehmen. 18 Jahre ist er alt geworden und er hat uns nie im Stich gelassen. Kurz vor Erreichen der 300.000 km hatte ich unverschuldet einen Unfall, bei dem eigentlich nur die hintere Stoßstange kaputt war. Da der Gutachter einen wirtschaftlichen Totalschaden attestiert hatte, habe ich mich zunächst lange über alle geärgert, die nun mit unserem Auto Geld verdienen wollten: die Werkstätten, die Versicherungen, die Rechtsanwälte, ...

Als dann unsere Rechtsanwältin festgestellt hat, dass im Gutachten steht, dass das Auto nicht mehr verkehrstüchtig ist (nachdem wir weiterhin damit mehrere 1000 km gefahren sind), habe ich mich dann doch entschlossen, endlich ein neues Gebrauchtes zu kaufen. Es ist wieder ein Prius. Mit der letzten Tankfüllung hatte ich einen Durchschnittsverbrauch von 1,4 Liter / 100 km. Bis zur JVA Gablingen und zurück fahre ich jetzt rein elektrisch – und das macht Spaß. :-) (der Stromverbrauch liegt bei 12 kWh / 100 km). Bis in meine alte Heimat muss ich dann auch schon mal an die Tankstelle fahren, auch wenn wir jetzt ein E-kennzeichen haben.

Und wir sind ein paar Mal nach Radeberg gefahren, um meinen Vater im Pflegeheim zu besuchen und um zu schauen, wie es meiner Mutter geht. Von dort aus gab es dann Besuche in Dresden, in Pillnitz oder in Pirna zusammen mit meiner Mutter, die sich sehr darüber freute.


Gefreut hat sie sich auch, als wir uns in Heiligenstadt getroffen haben, um dort gemeinsam ein paar Tage Urlaub in der Therme zu machen. Sie kam mit dem Zug von daheim und wir mit dem neuen Prius von Erfurt, wo wir zuvor beim Katholikentag gewesen sind. Bei dieser Großveranstaltung gab es viele geplante und zufällige Treffen mit Freunden und Bekannten. Wie schön.


Mit unseren Erfurter Freunden und mit meiner Mutter machten wir dann eine Fahrt auf der schönsten Draisinenstrecke Deutschlands. Das war schon lange mein Wunsch und das kann ich nur weiter empfehlen:

https://erlebnis-draisine.de/


Mit Monika war ich direkt nach demKatholikentag noch ein paar Urlaubstage im Harz. Der Brocken stand schon seit einer Weile auf meiner Löffelliste. Da sind wir allerdings nicht mit dem Auto hoch gekommen, sondern noch viel besser: mit der Eisenbahn, die dort fahrplanmäßig unter Dampf fährt. Da wurden bei mir Kindheitserinnerungen wach, da ich die Abteilfenster öffnen und sogar bei der Fahrt auf der Plattform im Freien mitfahren konnte.


An der Rappbodetalsperre gab es „Harzdrenalin“, also Adrenalin im Harz. Ich fand es beeindruckend über die Hängebrücke direkt neben der Staumauer zu gehen und Monika hat sich noch einen Flug mit der Mega-Zipline 120m über dem Abgrund der Talsperre gegönnt:



Es gab noch weitere schöne und traurige Erlebnisse im vergangenen Jahr, die ich hier nur kurz erwähne:


  • Im vergangen Jahr feierte Monika mit vielen lieben Freunden ihren 65-ten und ich meinen 60.Geburtstag. Danke an alle, die zu diesem Anlass für die „Fazenda da Esperanca“ gespendet haben. So konnte ich für den „Hof der Hoffnung“ 700,-Euro über das Bonifatiuswerk überweisen. https://www.bonifatiuswerk.de/fazenda-da-esperanca/

  • Im vergangenen Jahr waren wir auch wieder bei den Domstufenfestspielen in Erfurt und haben „Anatevka“ gesehen. Meine Mutter war (neben dem Sandmännchen) auch dabei.

  • Nach der Hochzeit von Carolin und Markus, einer Nichte von Monika in der Nähe von Freiburg blieben wir noch einen Tag und besichtigten in Colmar den Isenheimer Altar.

  • Mein Studienfreund Matthias hatte uns zu seiner Silberhochzeit in den Taunus eingeladen. So verbrachten wir ein Wochenende bei Monikas Schwester Christel und fuhren von dort zur Silberhochzeit, die Birgit und Matthias im Kreis vieler Theologen feierte.

  • Monika liebt ABBA und musste unbedingt noch einmal das  virtuelle Konzert in der eigens erbauten ABBA Arena sehen. Daher flog sie diesmal mit Christel und ihrer Schwägerin Joana und den zwei Töchtern nach London. Die Mädchen waren begeistert und alle hatten echt Freude miteinander gehabt. Nicht nur beim Konzert, sondern auch auf der Aussichtsplattform des höchsten Gebäudes der Stadt (the shard) in 230 Meter Höhe.
  • Im Juli war Monika zu einer Augen-Akupunktur bei einem Heilpraktiker in Erfurt, um ihre immer schlechter werdende Sehleistung zu behandeln. 
    In dieser Zeit hat sie bei unseren Freuden (die auch Monika und Michael  heißen) gewohnt und mit ihnen eine gute Zeit erlebt. Im gleichen Monat starb der Mann von Monikas Schwester Anneliese. Diese war anschließend öfter bei uns zu Besuch und so verbrachten die beiden Schwestern soviel Zeit miteinander wie noch nie in ihrem Leben. 

Ehe wir uns versehen hatten, war das Jahr doch recht gefüllt und ich schließe mit den Worten von Dag Hammarskjöld:


Dem Vergangenen Dank, dem Kommenden Ja“.






Sonntag, 5. Januar 2025

Lebenszeichen

 Hallo, ich lebe noch. ;-)

auch wenn es hier schon lange kein Lebenszeichen mehr von mir gegeben hat. 

Wahrscheinlich liegt das doch an den unglaublichen  Zuständen in meiner Arbeit, die auch an mir nicht spurlos vorübergegangen sind.

Wer sich ein Bild machen will, kann schauen, was die Zeitung berichtet (und das ist erst die Spitze des Eisberges)

Augsburger Allgemeine: ich war in der JVA...

Sonntag, 26. Mai 2024

Kunst im Krieg

 




Vom 2.-11. April war ich in Israel. Gefühlt war ich der einzige Tourist, da sich das Land z.Z. (wieder) direkt im Krieg befindet.

 


 

Nach dem unglaublichen Massaker der Hamas am 7.10.2023 hoffen, beten und kämpfen die Israelis für die Freilassung der verschleppten Geiseln. Ihre Bilder mit Namen und Alter sind hier überall zu finden und dazu der Aufruf: „Bringt sie heim!“

 

Das Leben geht weiter, die Restaurants sind leer, ebenso die Souvenirläden. In den Einkaufstraßen sind kaum Menschen nur die Polizei ist unterwegs.

 


Statt Winterschlussverkauf gibt es „End of the world sale“.

 


In den Gassen der Altstadt sind kaum Menschen unterwegs.


 

Auch die Heiligen Stätten sind menschenleer. So habe ich die Grabeskirche fast für mich allein.




Auf dem jüdischen Markt in Jerusalem entdecke viele verschlossenen Läden und bewundere die Zeichnungen der street-art-Künstler.

 


 


Auch in Tel Aviv gibt es wunderbare Freilicht-Kunstwerke zu entdecken.

 





 


Bleibt zu hoffen, dass sowohl der iron dome als auch die Gebete der Menschen und Gottes Macht weiterhin alle Angriffe erfolgreich abwehren und einen Weg zum Frieden bahnen.



Dann bräuchten wir auch keine Mauern mehr, die uns trennen.







Freitag, 22. März 2024

 



Die Zeit geht ins Land und die Jahre vergehen. Irgendjemand sprach mich an und sagte, dass es in meinem blog seit langem nichts Neues zu lesen gibt. Das war für mich Ansporn, eine Möglichkeit zu finden, die Fotos von meinem Apple-Handy in den Linux-Rechner zu zaubern, um sie in den blog laden zu können. Es ist mir gelungen :-) und endlich gibt es nun einen ersten Eintrag in diesem Jahr:

 

Er soll Allen Danke sagen, die an meinem Geburtstag an mich gedacht oder mit mir gefeiert haben. Dadurch wurde es ein schöner Tag:

 Da wäre zum Ersten meine Kollegin Marie, die es auf wunderbare Weise mit ihrem Charme geschafft hat alle Gäste, die sich z.T. noch nicht kannten, in Bewegung zu bringen. Prima. :-)


 

Danke allen Freunden aus dem VHS-Kurs, die ihre Gitarre mitgebracht hatten und für gute Unterhaltung sorgten.


 

 

Danke an Bernd mit seiner professionellen Darbietung. Genial. Mehr davon gibt es auf Bernis Bunter Bühne.

 

 https://www.bernis-bunte-buehne.de/

 


 Filip ist derzeit mein bester Arbeitskollege, mit dem ich mir nicht nur eine Stelle teile, sondern mit dem ich auch viele private Stunden am Telefon im gemeinsamen „Arbeitskampf“ stehe. Wer mehr zu unserem Arbeitsort wissen möchte, findet hier mehr:

so-ist-das-leben-im-gefaengnis

 

Ein ganz tolles Geschenk bekam ich von Freunden aus unserer „Sponti“-Gruppe: einen Hänger Pferdemist für den Garten. Super :-)


 

Gefreut habe ich mich über ein echtes „Ostpaket“. Tolle Idee. Danke.

  

Vielen Dank auch an Alle, die ein paar Euros gespendet haben. Es ist die stattliche Summe von 700,- € zusammengekommen, die ich über das Bonifatiuswerk an die Facenda da Esperanca überwiesen habe.

 https://www.bonifatiuswerk.de/fazenda-da-esperanca/

Am Abend bekam ich noch einen schönen Sonnenuntergang geschenkt. 


 

Last, but not least habe ich mir selber noch ein Geschenk gemacht. Das war nicht einfach und auch erst nach einer längeren Trauerphase möglich. Unser treuestes Familienmitglied hat am 15.11.2023 gegen 17:30 Uhr plötzlich und unerwartet einen wirtschaftlichen Totalschaden erlitten. Leider. 

 


18 Jahre ist unser Toyota Prius alt geworden, den wir (am 2.11.2008) von Juliane Werding gekauft hatten.

 


 Er hat uns nie im Stich gelassen und daher fahren wir seit Ende Januar einen neuen, roten Prius der 4.Generation. 

 


Das Beste daran ist, dass ich mit dem Hybridmotor jetzt auch 50 km elektrische Reichweite habe. Absolut genial und macht Spaß. Momentan wird beim Gesamt km-Stand von 24 000 km ein Durchschnittsverbrauch von 1,4 l angezeigt. Mal schauen, ob ich bis zu meinem 70. Geburtstag die 300 000 km-Marke schaffe. :-)







Sonntag, 31. Dezember 2023

Jahresrückblick 2023

 


Liebe Freunde und Bekannte,


das Jahr 2023 ist gleich vorbei und ich bin auch dieses Jahr wieder erschrocken, dass es so schnell ging. Was hat es gebracht? Was ist alles passiert? Eine ganze Menge oder vielleicht war es einfach auch zu viel …


Ich schaue an die aufgereihten Weihnachtskarten, die wir bekommen haben und ich glaube, es sind dieses Jahr wieder weniger geworden. Wer schreibt heute noch Karten oder Briefe in Zeiten von Massenger-diensten, die uns aktuell im Sekundentakt auf dem Laufenden halten? Wie gut, dass der WhatsApp-Status nach 24 Stunden verschwindet, so erhalten die Karten und Briefe eben doch wieder ihren Wert. Danke an alle, die uns geschrieben haben und uns ein Stück aus Ihrem persönlichen Leben mitgeteilt haben. So will ich es jetzt auch – in aller Kürze – tun.



Soll ich das vergangene Jahr chronologisch betrachten, oder damit beginnen, was mich am Meisten bewegt? Die Nachrichten gehen an mir nicht spurlos vorbei, aber ich will nicht lange Klagen, sondern kurz ein Paar Ereignisse des vergangenen Jahres benennen, die nicht spurlos an uns vorübergegangen sind:


- Da wäre als erstes der Nah-Ost-Konflikt, der mich sprachlos macht. Gleichzeitig lenkt er meine Gedanken auf eine wunderbare Reise, die wir mit zwei befreundeten Ehepaaren im Mai dieses Jahres dahin gemacht haben: Mit zwei Mietwagen ging es vom See Genezareth bis in die Wüste durch das Heilige Land. Es war eine schöne Zeit.


- Anfang Dezember hat mein Vater seinen 90. Geburtstag gefeiert. Und wir mit ihm, wenn auch nur im kleinen Kreis. Genau 14 Tage später ist er aufgrund seiner fortschreitenden Demenz ins Krankenhaus gekommen. Für mich ein Grund, schnell noch einmal die 500 km zu meiner Mutter zu fahren, um sie in den Arm zu nehmen …


- Gott sei Dank fährt unser alter Toyota Prius noch. Immerhin ist er in diesem Jahr volljährig geworden und nähert sich der 300 000 km-Marke. Ende November hatte ich für eine Joggerin gebremst, die im Dunkeln bei Regen noch über die Kreuzung gerannt ist, was einen lauten Knall durch einen Auffahrunfall auf unser Auto zur Folge hatte. Die Frau lief erst einmal locker weiter und ich bekam später die Nachricht vom Gutachter, der uns einen wirtschaftlichen Totalschaden attestierte, so dass sich reparieren nicht mehr lohnen würde. (Aber man darf ja wohl noch anderer Meinung sein. :-) Die Werkstatt bei mir im Knast hat mir den Schaden provisorisch gerichtet und auf das Geld von der Versicherung warte ich immer noch.)


- Die Zustände im Gefängnis vor unserer Haustür haben sich seit Jahresbeginn, seitdem wir eine neue stellv. Leitung haben, unglaublich verändert. Da es kaum jemand melden kann, will oder darf, herrschen dort menschenverachtende Bedingungen und die Religionsfreiheit wird mit Füßen getreten. Gefangene haben nun einmal keine Lobby und ich wage trotzdem zu behaupten, dass es Menschen sind und sogar morgen unsere Nachbarn sein könnten. - Ich bin froh, nur zu 50 % in diesem Irrenhaus zu arbeiten und die anderen 50 % in einem ehemaligen Kloster, wo es zumindest gute Versuche gibt, die Gefangenen auf ein zukünftiges Leben ohne Straftaten vorzubereiten.



Und jetzt ein paar schöne Nachrichten:

- Vor zwei Monaten waren wir unterwegs zu den Polarlichtern. Per Schiff ging es an der Küste Norwegens hurtig über den Polarkreis hinaus, am Nordkap vorbei bis nach Kirkenes und wieder zurück. Die schönste Seereise der Welt. Wir können es bestätigen und werden diese Reise sicher noch einmal wiederholen, um die Mitternachtssonne zu erleben.


- Seit ein paar Jahren sind wir jedes Jahr im Sommer drei Tage zu den Domstufenfestspielen in Erfurt. Vergangenes Jahr haben wir uns vor der wunderbaren Kulisse des Domberges „Fausts Verdammnis“ von Hector Berlioz gesehen und wir freuen uns schon auf „Anatevka“ im kommenden Jahr.


Und was hat sich noch ereignet?

- Ich blättere in meinem Kalender und entdecke, dass Monika im Januar einen Bandscheibenvorfall hatte und dann ab Mitte März fünf Wochen auf Reha in Bad Gögging war. Dort hätte man sie beinahe gleich wieder nach Hause geschickt, als sie sich mit Corona infizierte. Ja, das gab es zu Beginn des Jahres noch.


- Last but not least geht mit dem Jahr 2023 auch unser erstes Gartenjahr zu Ende. Wir hatten Glück und nach einer relativ kurzen Wartezeit sind wir glückliche Pächter eines Kleingartens direkt vor unserer Haustüre. Monika ist die „Auberginenkönigin“ :-)

Im Frühjahr hat sie ein Samentütchen geöffnet und war erstaunt, dass sich darin nur 6 kleine Samen befanden. Fünf davon sind auch aufgegangen und so hatten wir fünf Auberingenpflanzen in unserem Gewächshaus. Von diesen konnten wir insgesamt 17 kg Auberginen (30 Früchte) ernten. Das lag sicher am Mist, den uns ein guter Freund geliefert hat.

Also: Jeder Mist ist am Ende irgendwie doch zu etwas Gutem notwendig gewesen.


So danken wir Gott für das vergangene Jahr und legen auch das Neue Jahr in seine Hand:

Vertraue dem HERRN deine Pläne an, er wird dir Gelingen schenken.“ (Sprüche 16,3)


Wir wünschen Euch Gottes Segen für 2023 und freuen uns, von Euch zu hören oder Euch zu sehen.


Monika & Michael